

Kathrin Planke
Originale Pop-Art aus Hannover — handgemalt in meinem Atelier.
Geboren am 27. August 1991 in Langenhagen, begleitet mich die Kunst schon mein ganzes Leben.
Schon als Kind war Zeichnen für mich mehr als nur Beschäftigung. Im Kindergarten half ich anderen Kindern beim Basteln, in der Grundschule „dealte“ ich meine Zeichnungen auf dem Pausenhof. Meine Welt bestand damals aus Anime und Cartoons, gleichzeitig zog mich etwas ganz anderes in seinen Bann: die alten sakralen Künste und die Statuen der Kirchen, die ich gemeinsam mit meinen Eltern in Deutschland und Polen besuchte.
Während andere der Predigt zugehört haben, verlor ich mich in den Bildern, den Figuren, den Ornamenten und dem Licht. Die Predigt wurde zur Nebensache und ich begann mir Fragen zu stellen.
Nach meiner Ausbildung studierte ich Mediendesign mit dem Schwerpunkt Animation und schloss mein Studium mit der Note 1,8 ab. In dieser Zeit widmete ich mich intensiv der digitalen Kunst und arbeitete für internationale Unternehmen.
Gleichzeitig wusste ich, dass ich mich damit auch in einer Art Vermeidungsstrategie bewegte. Schwere Schicksalsschläge hatten eine schwere Angststörung ausgelöst, und die digitale Kunst gab mir die Möglichkeit, mich auszudrücken, trotz meiner Angst, die bis heute einen großen Einfluss auf mein Leben hat.
2023 beschloss ich, wieder traditionelle Kunst zu machen.
Es war keine einfache Rückkehr zur Leinwand. Es war eine Konfrontation mit mir selbst, die ich lange als „nicht so wichtig“ abgetan habe. Aber es war wichtig!
Ich begann wieder an traditioneller Kunst zu arbeiten – mit meinen Händen, mit Farbe, mit „dreckig“ machen. Und plötzlich fühlte es sich an, als hätte ich etwas wiedergefunden, das schon immer zu mir gehört hatte.
Seitdem fühle ich mich beflügelt wie lange nicht mehr. Wenigstens in der Kunst.
Warum Frauen?
Ich werde oft gefragt, warum ich überwiegend Frauen male.
Männer sind wunderbare Geschöpfe, wunderschön – jeder auf seine eigene Art. Aber Frauen faszinieren mich auf eine ganz besondere Weise.
Ich liebe Frauen.
Sie müssen nur da sein und können einen ganzen Raum mit ihrer Aura erfüllen. Sie können liebevoll oder kalt sein, distanziert oder voller Emotionen, stark oder verletzlich. Manchmal erzählen ihre Gesichter eine Geschichte, manchmal verraten sie überhaupt nichts.
Und trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – sind sie wunderschön in ihrem Sein.
Mich fasziniert diese Vielschichtigkeit. Die Geschichten, die hinter einem Blick, einer Haltung oder einem Gesicht liegen können. Die Gegensätze, die gleichzeitig existieren dürfen.
In meinen Bildern versuche ich, genau diese Momente festzuhalten – nicht nur Schönheit, sondern Persönlichkeit, Stimmung und das, was zwischen den sichtbaren Dingen liegt.
All diese Einflüsse – meine Kindheit, Anime und Cartoons, die sakrale Kunst, Statuen und Licht, meine Erfahrungen mit digitaler Kunst und schließlich meine Rückkehr zur traditionellen Malerei – fließen heute in meine Arbeit ein.
Meine Kunst ist damit auch ein Stück meiner eigenen Geschichte.